Home > Facts, Fans & Fun > Fan Clubs > Power Team Insul


Eine Webseite des ADAC Nordrhein e.V.
App-Store iPhone android App
Tickets
Galerie

mehr...[+]

 
Video on Demand

mehr...[+]


Jetzt bookmarken:del.icio.usdigg.comgoogle.comMister WongTechnoratiblinklistYahooMyWeb

Power Team Insul

Standort: Eingang Adenauer Forst direkt an der Rennstrecke, 100 m vor der 90 Grad Linkskurve.

„Angefangen hat alles vor ca. 25 Jahren, als mein Bruder und ich mit unseren Eltern alljährlich sämtliche Rennveranstaltungen, die auf der Nordschleife stattfanden, wahrnahmen. Im Streckenabschnitt Adenauer Forst war immer unser Lagerort. Im damaligen Alter lag das Interesse mehr darin, Lagerfeuer anzuzünden, Brennholz zu suchen und Pfandflaschen zu sammeln, als am eigentlichen Renngeschehen.

 Das änderte sich schlagartig im Jahre 1986 als wir, die Urgestalten, mit unseren Freunden zusammen eine eigene Lagerstätte gründeten. Wo wohl? Logo! Im Adenauer Forst! Mitten in einer steilen Hanglage richteten wir zwischen drei Bäumen ein großflächiges Holz Plateau her, auf dem ca. 8 Leute Platz fanden. Von dort hatten wir den perfekten Ausblick zur Strecke. Der darunter entstandene Raum diente als Schlafstätte.

Im Jahr 1991 bot sich die Möglichkeit einen ausrangierten Bauwagen zu erwerben, was wir dann auch mit 3 Mann taten. Der wurde dann speziell in liebevoller Kleinarbeit viele Abende lang für unsere Bedürfnisse ausgestattet: Küchenzeile mit Bierzapftisch und Einbaukühlschrank, 3 Stock Etagenbett und DJ Sitzecke. Mit einem Gerüst wurde eine Plattform auf dem Dach montiert. Am Heck des Wagens wurde ein extrem großes Fenster eingebaut, damit es möglich war vom Bett aus das Rennen zu verfolgen, wenn man am Vorabend einmal durchgezecht hatte. Der Wagen wurde letztlich im Outfit der Grünen Hölle lackiert und auf Niederquerschnitt - Aluräder zum rollen gebracht. Die Lagerstätte glich eher der eines RENAULT - Kommandostandes als der eines Zuschauerplatzes. Dies bewies das aufwendige Equipment mittels beleuchteter Renault Rombe und fest integrierte 7 m hohe Alufahnenmaste mit Seilaufzug. Mancher Journalist von Zeitung oder Fernsehen wurde dadurch angezogen und wollte mit uns ein Interview führen.

Ein paar Jahre lang waren wir die einzigen mit einem solchen rollenden Komfort an der Rennbahn, bis dann die breite Masse anfing ähnlich komfortabel aufzutreten. Also steigerten wir uns 1999 noch mal erheblich. Wir merkten, das es absolut lästig war, alle 2 Tage zum Duschen nach Hause zu fahren, was auch für die Verkehrssicherheit nicht unbedingt förderlich war !!?? Es wurde eine Telefonzelle geordert. Diese wurde dann als Duschkabine umfunktioniert. Dann stellte sich uns die Frage, wie bekommen wir das Wasser erwärmt. Eine durchaus ernst zunehmende Frage, wenn man von Natur aus Warmduscher ist. Unser Diesel Stromaggregat liefert gerade mal 7,5 KVA. Also wurde der Gedanke mit einem Durchlauferhitzer mit ca.22KW Stromaufnahme zum Ziel zu kommen schnell ad acta gelegt. Mit Propangas erschien uns zu einfallslos. Also hier die Lösung: Wir bauten einen Drehgalgen, der am Lagerfeuer aufgestellt wurde und an dem ein 60 l Tank aufgehängt wurde. Dieser erhielt ein Druckmanometer und einen Temperaturfühler. Ein kleiner Tankanhänger mit gerade mal 3000 l herbei gefahrenem Quellwasser versorgte uns eine Woche lang mit Duschwasser. Es wurden zwei Leitungen zu einem Hauswasserwerk und zur Dusche gelegt, eine weitere zum Tank. Geduscht wurde mehrmals am Tag und in der Nacht.

Unsere neuen Nachbarn hatten schnell Gefallen an unserem Komfort gefunden. Sie mussten natürlich, wie das da oben scheinbar so üblich ist, noch mehr ankarren. Die Kollegen, alle samt kernig gebaut, wollten auf Grillmenü komplett verzichten und haben es sich nicht nehmen lassen ein riesengroßes Zelt mit vollständiger Großküchenausstattung herzurichten. Nicht nur ein Herd und zwei Kochplatten, sondern so wie man es in einer Restaurantküche schon mal gesehen hat. Die Herren waren aber auch den ganzen Tag nur damit beschäftigt Salat zu putzen und Kartoffel zu schälen. Der Magenfahrplan für die eine Woche ohne Frauen sah so aus wie der aus einem Spitzenklasse Restaurant. An der Rennstrecke durfte das ca. 9 m hohe Gerüst mit lückenlosem Überblick nicht fehlen. Für kommendes 24 h Rennen wollte man eine gekühlte Bierleitung zum Gerüst anbringen. Wie schon gesagt, die Herren alle gut genährt können nicht immer alle 5 min frisches Bier herbeiholen. Bin nur gespannt wie sie auf der Höhe das Urinal befestigen wollen."


Impressum